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ADHS

Wichtige Grundlagen & Unterstützungsangebote zum Thema

ADHS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung und kann Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreffen. Lange als Verhaltensstörung betrachtet, entwickelt sich in jüngster Zeit auch die Sichtweise auf Fähigkeiten, die daraus entstehen können. 

Grundsätzlich ist es eine neurodivergente Funktionsweise, die erst dann zur Störung wird, wenn ein Leidensdruck, Beeinträchtigungen oder Teilhabeeinschränkungen entstehen.

Hinweis: Alle Angaben wurden sorgfältig geprüft und werden regelmäßig aktualisiert- erfolgen aber ohne Gewähr.

Wichtige Aspekte

Es gibt eine Reihe von Unterstützungsangeboten - viele davon kostenlos und von öffentlichen Institutionen: wichtige Informationen, Arbeitshilfen & Vorlagen, Checklisten, sowie Veranstaltungs- und Beratungsangebote.

Eigenes Wissen + die Nutzung von Unterstützungsangeboten sind eine wichtige Voraussetzung für eigene Handlungsfähigkeit:

ADHS - eine Einordnung

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ist eine dauerhafte neurobiologische Entwicklungsstörung - die das Nervensystem und das Gehirn betrifft.

Sie gehört zum großen Bereich der Neurodivergenz - im Unterschied zu neurotypisch (der gesellschaflichen Mehrheitsnorm entsprechend).

Das Konzept der Neurodivergenz entstand 2011: Ansatz ist, dass neurologische Unterschiede als Ergebnis normaler genetischer Variationen gesehen werden

Weitere Störungen im Bereich der Neurodivergenz:

  • Autismus-Spektrums-Störung
  • Legasthenie / Dyskalkulie
  • Dyspraxie (Störung der Motorik & und Koordination)
  • Epilepsie
  • Tic-Störungen
  • ....

Was versteht man unter ADHS?

ADHS ist eine Form von Neurodivergenz, die eine natürliche Abweichung in der Funktionsweis und Informationsverarbeitung des Gehirns beschreibt.

Das ist anders:

  • Aufmerksamkeitsstörung: Schwierigkeiten der Personen, ihre Aufmerksamkeit zu steuern und aufrechtzuerhalten
  • Hyperaktivität: ausgeprägte körperliche  und/oder innere Unruhe; Schwierigkeiten, ins Tun zu kommen
  • Impulsivität: Schwierigkeiten, interne oder externe Reize zu steuern und Konsequenzen abzuschätzen

Ausprägungen im Alltag

So kann sich eine AD(H)S im Alltag äußern:

  • Aufmerksamkeitsstörung:
    • Ablenkbarkeit
    • Schwierigkeit in der Aufrechterhaltung
    • Schwierigkeiten der Aufgabensteuerung
    • Vergesslichkeit und Desorganisation
    • Erhöhte kognitive Anstrengung
    • Situationsbedingter Hyperfokus

  • Hyperaktivität:
    • Motorische Hyperaktivität
    • Innere (kognitive) Hyperaktivität
    • Getriebenheitsgefühl
    • Verhaltensfolgen

  • Impulsivität:
    • Motorische Impulsivität
    • Verbale Impulsivität
    • Kognitive Impulsivität
    • Emotionale Impulsivität
    • Zeitbezogene Impulsivität
    • Verhaltensbezogene Impulsivität

Diagnostik von ADHS

Die wichtigsten Bausteine sind:

  • Eine Anamnese
  • Strukturierte Interviews
  • Standardisierte Fragebögen
  • Differentialdiagnostik
  • Schwierigkeit bei „weiblichen“ Symptomen, da die Diagnostik (noch) sehr auf „männliche“ Symptome ausgelegt ist (Science Data Gap)

Was kann man tun

  • Psychoedukation – Dadurch mehr Verständnis für sich und seine Ausprägung und weniger Selbstvorwürfe oder Stigmatisierung
  • Psychosoziale Interventionen – Entwicklung von neuen Strategien oder neuem Verhalten
  • Pharmakotherapie bei Bedarf
  • Gestaltung des Alltags und des Umfelds – mehr Verständnis oder Hilfe im Außen macht den Umgang leichter
  • Individuelle Bausteine hinzufügen – z.B. Sport, Meditation weitere Ressourcen

Strategien & Methoden

  • Gamification – Routinen werden als Spiel gestaltet
  • Dopamin-Kopplung – eine unangenehme Aufgabe wird an eine angenehme gekoppelt
  • Body Doubling – sich mit Personen (online) verabreden, um gemeinsam Dinge zu erledigen. Dabei muss nicht gesprochen werden
  • Zeitliche Begrenzung statt inhaltliche - Minutenregeln
  • Visuelle Erfolgsmarker – z.B. Tada Listen

Wer hilft weiter?

Anbieterneutrale Informationsportale

Beratungsstellen

Angebote in der Region

  • Familienzentrum Geranienweg:
    Netzwerktreffen alle 2 Monate:
    Begleiten statt verzweifeln - gemeinsam stark für Kinder mit ADHS -
    Ein Treffpunkt für Eltern und Angehörige,
    alle 2 Monate, donnerstags um 19:30 bis ca. 21:00 Uhr,
    Zur Anmeldung: Kurzprofil Familienzentrum
  • LVR-Klinik Langenfeld:
    ADHS-Sprechstunde in Solingen

ADHS-Diagnostik 

    Unterstützungsangebote im Überblick:

    Symptomcheckliste AD(H)S Universitätsklinikum Dresden

    Kita Schule & Co

    familienzeit Expert:innen-Blog

    Hintergrundwissen und wertvolle Tipps von vorwiegend lokalen Experten:

    Warum Rituale so wichtig sind

    Weniger Stress im Familienalltag

    Wiederkehrende Gewohnheiten helfen, den Familienalltag stressfreier zu gestalten. Sie sollten aber regelmäßig überprüft werden - wenn die Familiensituation sich ändert, die Kinder größer werden, neue Herausforderungen dazu kommen

    Anzeigen: Beratung & Coaching

    Anzeigen: Training & Therapie

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